01 — Kunde
Über das Projekt
Eine Privatpraxis in der Burgstraße im Münchner Zentrum: Fachärztin für Allgemeinmedizin, über zwanzig Jahre Erfahrung, Behandlung nach Termin. Die Website musste auf den heutigen Stand gebracht werden, ohne für langjährige Patientinnen und Patienten ihr Gesicht zu verlieren.
02 — Kontext
Aufgabe
Die Praxis arbeitet nach Termin und bietet unter anderem Komplett-Check-up, Videosprechstunde und fachärztliche Zweitmeinung an. Jede Leistung hat ihre eigene Zielgruppe und ihre eigene Suchanfrage, und die Patienten sprechen vier Sprachen.
Die Website sollte den heutigen rechtlichen und technischen Anforderungen genügen und zugleich für Stammpatienten wiedererkennbar bleiben. Und die Terminbuchung sollte von selbst laufen, ohne Anruf in den Sprechzeiten.

03 — Lösung
So ist es aufgebaut
3.1
Eine ruhige Gestaltung, die Patienten wiedererkennen
Eine Privatpraxis im Münchner Zentrum ist ein eigenes Genre, und es verträgt keine Werbedynamik. Zurückhaltende Typografie, viel Weißraum, gedämpfte Farben. Auf dem ersten Bildschirm sieht der Patient die Ärztin, die Adresse und die Sprechzeiten, kein Marketing.

3.2
Vier Sprachen nach der tatsächlichen Patientenschaft
Deutsch, Englisch, Russisch und Ukrainisch sind keine formale Liste, sondern die Sprachen, die in dieser Praxis wirklich gesprochen werden. Jede Version ist Korrektur gelesen, nicht maschinell übersetzt: Bei einer Arztwebsite zählt die Genauigkeit der Formulierung mehr als das Tempo.






3.3
Terminbuchung ohne Anruf
Doctolib ist direkt in die Website eingebunden: Die Schaltfläche „Termin“ ist auf jedem Bildschirm sichtbar, der Patient wählt die Uhrzeit selbst, zu jeder Tageszeit. Jede Leistung hat eine eigene Seite: Aus der Suche landet man direkt auf der richtigen, nicht auf einer allgemeinen Liste.


3.4
Alles vom eigenen Server
Keine einzige Anfrage an Google Fonts oder externe CDNs: Schriften, Stile und Skripte liegen auf dem Server der Praxis. Selbst auf der Kontaktseite steht ein Foto statt einer Google-Karte. Für eine Arztwebsite in Deutschland ist das keine Feinheit: Jede externe Anfrage übermittelt die IP-Adresse des Besuchers an Dritte, und dazu gibt es in Deutschland bereits Rechtsprechung.

3.5
Ein Bereich, den die Ärztin selbst pflegt
Beiträge zu Impfungen, Vorsorge und Hausbesuchen bringen neue Patienten aus der Suche, und die Ärztin veröffentlicht sie ohne Entwickler. Jeder Beitrag beantwortet eine konkrete Frage, die Menschen bei Google eingeben, und endet mit der Terminbuchung.

04 — Fazit
Ergebnis
Die Praxis wirkt modern, hat aber ihr Gesicht behalten: Stammpatienten erkennen die Website wieder. Termine werden rund um die Uhr gebucht, Besucherdaten gehen nicht an externe Dienste, und die externen Anfragen, für die in Deutschland bereits Abmahnungen verschickt wurden, gibt es auf der Website nicht.
So eine Website braucht jede Privatpraxis in Deutschland, die Patienten aus verschiedenen Ländern behandelt und kein Bußgeld wegen Datenübermittlung riskieren will.
