Ein Konstruktionsbüro verkauft ingenieurtechnischen Ruf. Die Website verkauft hier nicht — sie bringt das Büro auf die enge Liste, aus der später ausgewählt wird.
Die Aufgabe
Das Büro entwirft Luftkissenfahrzeuge, Schlepper, Boote, Fischerei- und Frachtschiffe sowie Gastanker. Ein eigener Bereich sind Berechnungen: Festigkeit nach der Finite-Elemente-Methode und numerische Strömungsmechanik.
Der Auftraggeber ist hier fachkundig — eine Werft oder ein Reeder. Der Vertriebszyklus ist lang, die Entscheidung bereitet nicht eine Person allein vor, und wer die Website besucht, sammelt Argumente für andere. Ein solcher Besucher braucht keine Versprechen, sondern den Nachweis, dass das Büro Vergleichbares tatsächlich entworfen hat.
Der Schiffbau ist zudem ein internationaler Markt, und ein erheblicher Teil davon spricht Chinesisch.
Die Umsetzung
Der Katalog ausgeführter Projekte ist das Hauptargument der Website und keine Beigabe. Jedes Projekt trägt seine Nummer und seine Kennwerte: ein Schlepper mit 55 Tonnen Pfahlzug, eine Umweltschutzstation mit 4.100 Tonnen Tragfähigkeit, ein Lotsenboot. Der Ingenieur beurteilt das Büro an dieser Liste, und alles Übrige dient dazu, ihn dorthin zu bringen.
Die Projekte sind nach Schiffstypen gegliedert: Luftkissenfahrzeuge, Schlepper, Boote, Frachter, Fischereifahrzeuge, Passagierschiffe, Tanker. Eine Fachkraft kommt mit einer konkreten Aufgabe und soll Vergleichbares mit einem Klick finden.
Die Leistungsbereiche sind vom Katalog getrennt. Entwurf und Berechnung verkaufen sich unterschiedlich: Für eine Festigkeitsberechnung kommen auch Kunden, die kein Schiff bestellen.
Vier Sprachen: Russisch, Ukrainisch, Englisch und vereinfachtes Chinesisch. Chinesisch ist hier keine Höflichkeit, sondern der größte Markt der Branche; ohne diese Sprache fällt er vollständig weg.
Zurückhaltender Ton ohne jede Werbefloskel. Industrielle Auftraggeber reagieren auf Ausrufezeichen genau umgekehrt: Sie lesen sich als Hinweis, dass es wenig zu zeigen gibt.
Das Ergebnis
Die Website leistet das Einzige, was eine Website in dieser Branche leisten kann: Sie bringt das Büro auf die enge Liste. Danach arbeiten Menschen und Verhandlungen.
Der Projektkatalog erwies sich als der langlebige Teil — das Büro ergänzt ihn selbst, ohne Entwickler, und die Website veraltet nicht, während neue Arbeiten entstehen.